| Zurück zu unseren schamanischen Wurzeln |
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Das vergessene Wissen unserer Vorfahren
von Marius Enrico Hannig
In unserer technokratischen Welt scheinen archaische und heidnische Traditionen kaum noch von Bedeutung zu sein. Unsere kulturellen Wurzeln setzen wir im demokratischen Ideal der griechischen Antike an und knüpfen ein zweifelhaftes Band über 2000 Jahre Christentum um unser zivilisiertes Selbstbewusstsein zu erklären. Unser spirituelles Erbe, das bis in die Steinzeit zurückreicht, scheinen wir dabei vergessen zu haben. Im Alltag moderner Menschen gibt es scheinbar wenig Platz für Traditionen der urreligiösen schamanischen Gemeinschaft der Germanen, die die Gegensätze von Gut und Böse transzendiert und die Natur verehrt. Doch durch die Krusten einseitiger Religiosität bahnen sich zarte Keime einer neuen Bewusstwerdung den Weg ans Licht - wir suchen Erfüllung in schamanischen Traditionen exotischer Völker und übernehmen aus fremden Kulturen Rituale und Symbole, um zu unserer spirituellen Identität zu finden. Es ist an der Zeit, sich an unser eigenes verdrängtes heidnisches Erbe zu erinnern, dessen Wurzeln in ein vielfältiges Spektrum spiritueller Techniken und Traditionen reichen. Wir können zurückblicken auf ein entwickeltes Schamanentum mit selbstständiger Mythologie und Kosmologie, mit ausgefeilten Orakeltechniken, Zauberern, ekstatischen Kulten, Zauberpflanzen und vor allem mit Volksbräuchen, die sich auch noch in unserer Zeit wieder finden lassen! Der Weg zum Tempel germanischer Spiritualität führt in den Wald zum Heiligen Hain, in dem Bäume, Tiere und andere Pflanzen beseelt und voller Heil- und Zauberkraft sind. Noch immer holen wir im Winter ein Symbol des Lebens in unsere Wohnzimmer, schmücken es mit Symbolen und verehren ganz unbewusst die Geister des Waldes. Wie der Weihnachtsbaum ist auch der Weihnachtsmann nichts anderes als ein verkleideter Germane: Wotan persönlich reitet in den Rauhnächten als Kriegergott in „Wilder Jagd" durch die Lüfte und macht zuweilen bei den Menschen Rast, um mit Opfergaben beschenkt zu werden. Als unser Ur-Weihnachtsmann beschert er heute Kinder weltweit, er ist der Ur-Schamane der Germanen, der aus dem Wald kommt und uns Initiation in die Welt der Geister und Magie ermöglicht. Die Spiritualität der germanischen Mythologie wurde durch heilige Pflanzen, psychoaktives Räucherwerk und Rauschtränke getragen. Der Zaubertrank der Germanen mit stark psychoaktiver Wirkung wurde aus Bilsenkraut gebraut, einem Nachtschattengewächs, dessen Samen auch zur Visionsschau eingenommen wurden. Unser „Pilsener" geht auf dieses Bilsenkrautbier zurück, Hopfen und Malz wurden erst viel später als Geschmacksverbesserer dazugemischt. Neben der Tollkirsche wurde auch der Fliegenpilz eingenommen, der weltweit als Medium benutzt wird um in die Geisterwelt zu reisen. Im Herbst sammelte und trocknete man Fliegenpilze um sich mit ihrer goldgelben Farbe mehr Licht in die dunklen Stuben zu holen und um sich zu euphorisieren. Noch heute schmückt der Fliegenpilz als Glückssymbol Postkarten und Neujahrspräsente. Viele Bräuche und Traditionen sind heute zumeist verborgen lebendig. Das spirituelle Wissen unserer Ahnen ist trotz Inquisition durch weise Frauen und Männer überliefert worden und erfahrbar. Wenn wir die alten Pfade zum Heiligen Hain unserer Vorfahren wiederbeleben und ihn in uns erwecken, kann dieser Weg eine neue Quelle für Kraft, Kreativität und Authentizität werden. (abgedruckt im Sein-Magazin November 2006, anlässlich des gleichnamigen Vortrages und Seminars von Dr. Christian Rätsch) Original-Beitrag Sein-Magazin pdf Die Doppel-CD des Vortrages "Unsere schamanischen Wurzeln" von Dr. Christian Rätsch ist in bester Audio-Qualität (ca. 90 min.) exklusiv nur über das Mother-Earth-Project für 19,90 EUR zzgl. Versand zu beziehen. Zum bestellen einfach eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .
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