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Trancegesänge der Schamanen


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Trance und Ekstase durch Gesang


Tagesworkshop mit Marius Hannig


Schamanen sind keine Heiligen, die sich durch stille Meditation in Trance begeben und sich ausschließlich der Selbsterkenntnis hingeben. Sie treten auch nicht als spirituelle Lehrer auf. Schamanen sind - oft ungewollt - ein wichtiges soziales Bindeglied innerhalb einer Gemeinschaft, in der sie essentielle Aufgaben zur Erhaltung der Harmonie innerhalb des Kollektivs zu bewältigen haben. Sie sind Menschen, die Höchstleistungen in physischer und in psychischer Hinsicht vollbringen. Neben ihrem normalen Leben, in welchem sie meist durch harte Arbeit für das Wohl ihrer Familie sorgen, sind sie auch Ansprechpartner für sämtliche Belange einzelner Menschen der Gemeinschaft. Der Schamane ist Arbeiter, Arzt, Heiler, Psychotherapeut, Sozialarbeiter, Mystiker, Künstler, Wahrsager und Krieger zugleich. Da der Schamane als Vermittler zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt auftritt, aber kein Mönchsleben mit stundenlangen Meditationen führt, ist er auf effektive Techniken angewiesen, mit denen er schnell und präzise die jenseitige Welt bereisen kann. Eines seiner effektivsten Hilfsmittel hierfür ist seine Stimme. Durch rhythmische und melodische Laute in Verbindung mit einer Trommel oder eines anderen Instrumentes, bringt er sich in kurzer Zeit in eine tiefe ekstatische Trance. Die Messwerte bei einem Elektroenzephalogramm (EEG) zeigen, dass dieser Zustand weit tiefer ist als der Zustand, der während einer tiefen Meditation erreicht wird. Die Amplitudenwerte des EEG zeigen im Alltagsbewusstsein einen Wert von 13 - 21 Hz (Beta-Zustand), bei leichter Entspannung 8 - 12 Hz (Alpha-Zustand), in Meditation und tiefer Entspannung einen Wert von 3 - 8 Hz (Theta-Zustand), in Tiefschlaf, Trance und Tiefenhypnose 0,4 - 3 Hz (Delta-Zustand). Bei den ekstatischen Zuständen der Schamanen ist der Amplitudenwert unter 0,1 Hz, ein Bereich, den die Wissenschaft bisher meist unbeachtet gelassen hat, da diese Messwerte nur in ekstatischen Zuständen auftreten. Es ist aber auch schwer einen Schamanen dazu zu bringen während der Ekstase still zu halten, damit die Messwerte des EEG nicht verfälscht werden. Es bleibt also nur die unmittelbare Erfahrung, um die Welt der Ekstase zu erleben.

shaman_mongolei_webDer Workshop Trance und Ekstase durch Gesang widmet sich den unterschiedlichen Zugangswegen in die ekstatische Trance. Der Königsweg ist die eigene Stimme. Man muss keine gut entwickelte Gesangsstimme besitzen um in Trance zu kommen. Jede Stimme hat ihre eigene Qualität und ihren eigenen speziellen Gesang, der in die Trance führt. Der Atem ist ein wesentliches Element zur Tranceinduktion. Im Workshop werden neben anderen verschiedene Atemtechniken gelehrt, die die Kraft der eigenen Stimme vergrößern. Es werden unterschiedliche Gesänge von Schamanen aus der ganzen Welt vorgestellt, gemeinsam analysiert und angewendet. Es wird geräuchert und getrommelt, getanzt, gesungen und andere Welten bereist. Ziel des Workshops ist, das jede/r TeilnehmerIn einen Zugang zur eigenen Stimme erlangt und gezielt einen Trancezustand erreichen kann. Dies ist die Grundlage für schamanische Reisen in andere Wirklichkeiten.

Der Tagesworkshop beginnt um 11 Uhr und endet gegen 19 Uhr. Den nächsten Workshop finden Sie unter Termine. Die TeilnehmerInnen können eigene Musikinstrumente mitbringen. Die Kosten betragen 85,00 Euro pro Teilnehmer. Ermäßigungen bitte erfragen.

Hier geht's zur Anmeldung!

In der mongolischen Steppe wird der ober- und untertonreiche Kehlkopfgesang zur Tranceinduktion eingesetzt. Zwischen dem Altai-Gebirge und der Wüste Gobi beginnen die Nomaden den Höömii-Kehlkopfgesang schon in der Kindheit zu erlernen. Im Laufe ihres Lebens werden sie zu wahren Meistern dieses Gesangs.

Hier einige Impressionen aus der mongolischen Steppe, die Marius Hannig bei seinen Reisen sammelte:

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spur_foto1klein

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