Mittsommernacht
Eine alte Tradition und ich kenne sie nicht. Das möchte ich ändern. Und all die glücklichen Zufälle helfen mir dabei. Danke schön liebes Universum, liebe Götter.
So stehe ich dann am Samstagnachmittag (20.06.09) in einem schönen Garten, unterhalte mich mit netten und interessanten Menschen. Ich bin neugierig, aufgeregt, angespannt. Ich versuche locker zu werden. Wie mache ich das nur?
Wir spazieren über Feld- und Waldwege. Dabei pflückt jede für sich oder im Gespräch blühende Kräuter, also alles was schön aussieht, für einen Blumenkranz. Die Männer brechen Eichenlaub für ihren Kranz. Das ist schön und entspannend. Am Waldrand sitzend flechten wir nun unsere Blumen- bzw. Eichenkränze. Eine schöne friedliche Stimmung, die durch Sonnenschein und einen über uns fliegenden Bussard gemäldereif ist.
Wieder im Garten bereits in feierlicher Stimmung zurück, stärken wir uns beim Picknick. Jede hat etwas zum Essen mit gebracht. Dadurch ist das Essensangebot genauso bunt, vielfältig und interessant wie wir es als Gruppe sind. Und es schmeckt alles herrlich. Unsere Runde ist friedlich, feierlich und entspannend lustig. Ich habe das Gefühl, wir sind eine Gruppe von Freunden, die sich bereits lange kennt. Faszinierend! Denn haben wir uns nicht erst vor ein paar Stunden das erste Mal im Leben gesehen?
Nun wird die Zeremonie vor bereitet. Wir sehen nicht was dort in der Zeremonie-Ecke geschieht. Die Spannung steigt nun doch wieder. Es ist eine andere Spannung, in etwa vergleichbar mit der Vorfreude der Kinder zu Heilig Abend. Was und wie wird diese Zeremonie sein? Bisher war es ein wunder schöner Tag.
Die Dämmerung geht langsam ins Dunkle über. Die Klänge der Maultrommel locken mich in eine andere Welt. Jetzt endlich – oder schon – werden wir in den Kreis – in den Altarraum - geholt. Es ist eine ehrwürdige Stimmung. Teil einer Gemeinschaft zu sein, die Götter anruft, verleiht mir ein besonderes Gefühl.
Die Zeremonie beginnt . . .
Ich bemerke gerade, die Zeremonie zu beschreiben raubt all dem, was nun geschieht, das Geheimnisvolle, das es für mich bis heute noch in sich birgt. Diese andere Welt kann nur jeder für sich erleben, erfühlen.
Der Ausklang der Nacht ist unsere schöne Runde am Lagerfeuer mit Essen, Trinken, nachhallen lassen des Geschehenen, in die Nacht lauschen und miteinander Reden. Die Klänge der Maultrommeln und des Didgeridoo halten den Zauber der Nacht aufrecht.
Für mich ist all das ein Erlebnis, was ich wiederholen werde. Ich freue mich jetzt schon sehr darauf, weil ich glaube, ein Gefühl für die bevorstehenden schönen Momente zu haben. Das glaube ich, weiß es nicht und bin deswegen weiterhin neugierig.
Ich wünsche euch allen gute Gefühle und Zufriedenheit.
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