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Geleitwort zum Welt-Psychedelik-Forum in Basel |
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Die Entfremdung von der Natur und der Verlust des Gefühls, ein Teil der lebenden Schöpfung zu sein, ist die größte Tragödie unseres materialistischen Zeitalters. Sie ist ursächlich verantwortlich für Umweltzerstörung und Klimawandel.
Daher messe ich dem Bewusstseinswandel allerhöchste Bedeutung zu. Ich betrachte Psychedelika als Katalysatoren: Es sind Mittel, die unsere Wahrnehmung auf andere Inhalte unseres menschlichen Daseins lenken, so dass wir wieder unseres geistigen Hintergrundes gewahr werden. Psychedelische Erfahrungen in einem sicheren Rahmen können helfen, dass unser Bewusstsein wieder erfüllt wird von diesem Gefühl der Verbundenheit und des Einsseins mit der Natur.
LSD und verwandte Substanzen sind keine Drogen im üblichen Sinn, sondern gehören zu den sakralen Substanzen, die seit Jahrtausenden im rituellen Rahmen verwendet werden. Die klassischen Psychedelika wie LSD, Psilocybin und Meskalin zeichnen sich dadurch aus, dass sie kaum giftig sind und kein Suchtpotenzial aufweisen. Es ist mir ein großes Anliegen, die Psychedelika aus der Drogendiskussion herauslösen und aufzuzeigen, welches enorme Potenzial diesen Substanzen zur Selbsterkenntnis, als Hilfsmittel in der Therapie und für die Grundlagenforschung innewohnt.
Es ist mein Wunsch, dass ein modernes Eleusis entstehen kann, in dem suchende Menschen in einem sicheren Rahmen transzendente Erfahrungen mit sakralen Substanzen machen können.
Dr. Dr. h.c. mult. Albert Hofmann Chemiker, Entdecker des LSD Rittimatte, Donnerstag, 19. April 2007
http://www.psychedelik.info/index_2_de.html
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